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Herzlich willkommen zur neuen Reihe "Faktencheck Whisky"!


Kennen Sie das auch? Beim Lesen von Büchern oder Magazinen über unser liebstes Thema Whisk(e)y stößt man immer wieder auf Aussagen, die logisch klingen, häufig wiederholt werden – aber selten hinterfragt oder wissenschaftlich erklärt sind. Sie stehen einfach im Raum. Seit Jahren.


Ein typisches Beispiel ist das Charring von Eichenfässern: Das Fass wird innen ausgebrannt, wodurch eine schwarze Kohleschicht entsteht. Diese soll wie ein natürlicher Filter wirken und unreife, störende metallische oder unangenehm schwefelige Aromen aus dem New Make Spirit entfernen. So liest man es immer wieder – und nimmt es oft als gegeben hin. Punkt. Doch woher „weiß“ diese Aktivkohleschicht eigentlich, welche Aromen gut sind und welche nicht?


Oder nehmen wir Bourbon: Verglichen mit schottischem Whisky wird sein Geruch häufig als „klebstoffartig“ beschrieben. Beim Wheated Bourbon tritt dieser Eindruck deutlich seltener auf. Warum ist das so?


Und was steckt wirklich hinter dem oft zitierten „Kunst-und-Wissenschaft-zugleich“, wenn beim Blending und Marrying von Whiskys die Rede ist? Konkrete, vertiefende Erklärungen dazu findet man selten.


Fragen über Fragen – und genau diesen wollen wir auf den Grund gehen. In dieser Reihe nehme ich solche Aussagen wissenschaftlich unter die Lupe. Gemeinsam tauchen wir in physikalische und chemische Zusammenhänge ein und erklären, warum Dinge so beschrieben werden – oder warum sie vielleicht doch anders funktionieren. Dabei stoßen wir möglicherweise auch auf den einen oder anderen Mythos. Wer weiß?


Seien Sie gespannt und begleiten Sie mich auf eine genussvolle Entdeckungsreise dorthin, wo Whisky auf Wissenschaft trifft.

 

Teil 1 - Die Kohleschicht – Der angeblich kluge Türsteher im Fass

 

Teil 2 - Fühlbare Chemie - Warum Tannine im Whisky den Mund „trocken“ wirken lassen 

 

Teil 3 - Marrying - Wenn Whisky in die Flitterwochen geht 

 

Teil 4 - Lactone - Wenn das Fass nach Kokos duftet

 

Teil 5 - 80 Prozent aus dem Fass - wenn eine Faustregel wie ein Messwert klingt